Steinkreis – die Gärten der vier Himmelsrichtungen

Die Entstehung eines Medizinrades

Der Weg führt uns hinein in die Mitte, dort sind wir in vollkommener Harmonie mit allem was ist. Im Zentrum zu stehen bedeutet in absoluter Balance zu sein bei gleichzeitiger Verbindung zur Weltenachse, nach oben zu Vater Himmel und unten zu Mutter Erde. Im Zentrum bist du das Universum selbst.

Im Sommer 2005 hatte ich einen Traum, in dem mir ein alter Weiser die Gärten der vier Himmelsrichtungen zeigte. Über einige Nachte hinweg wurden mir weitere Details mitgeteilt, bis ich einen Steinkreis mit acht Steinen, einem konzentrischen Kreis in der Mitte und vier Speichen sehen konnte. Ich bekam den Auftrag, über einen solchen Steinkreis Himmel und Erde miteinander zu verbinden und somit einen Ort der Balance zu manifestieren.
Ich lud einige Teilnehmer zu einem Ritual ein, bei dem dieser Steinkreis errichtet werden sollte. Lange wusste ich allerdings nicht, wie ich diese Aufgabe bewerkstelligen sollte. Erst 14 Tage vor dem geplanten Wochenende zeigten mir die Spirits, wie ich den Bau anleiten sollte. Vor allem eines war wichtig: Indem jeder Teilnehmer seinen eigenen, seinen inneren Garten in Schönheit, Kraft und Harmonie wahrnimmt, kann diese Energie in den äußeren Garten übertragen werden.
Im Seminar nahmen wir Kontakt zu den vier Himmelsrichtungen auf, erfuhren deren Qualitäten, Werte und Besonderheiten, wie sie unserem Kulturraum entsprechen. Wir bereisten jeden Garten, der stellvertretend für eine Himmelsrichtung steht, um uns mit seinen Prinzipien vertraut zu machen. Aus jedem der vier Gärten transferierten wir die spezifische Kraft und manifestierten sie mit Hilfe eines Rituals in Steine, die wir zu einem Kreis auslegten. Zudem legten wir zur Verstärkung der Energie unter jeden der acht großen Steine Bergkristalle.
So entstand an einem Wochenende mit vielen Gebeten, Trommelklängen und mit viel Liebe ein Kreis aus Steinen, ein heiliger Raum, in dessen Zentrum die Leere, die Einheit mit dem Göttlichen, eine vollkommene Balance spürbar ist. Im Zentrum die absolute Leere zu schaffen, das war mein Auftrag, der sich mit diesem Projekt verband. Im Vorfeld meditierte ich wochenlang mit einem großen Bergkristall. Ich legte ihn tagsüber in die Sonne und nachts in den Mondschein. In der Vollmondnacht im Mai 2006 versenkte ich ihn dann im Rahmen einer großen Zeremonie in der Mitte des inneren Steinkreises und brachte so Sonne und Mond, Himmel und Erde, das Männliche und das Weibliche zusammen. Mit der gesamten Gruppe erschufen wir einen Kraftplatz für Mutter Erde.
Sandra Ingerman, der ich das Foto vom Steinkreis bei der Lehrerausbildung ohne große Erklärung gab, hatte es während der gesamten Woche vor sich liegen. Nach dem Grund gefragt antwortete sie mir: „Wann immer die Energien im Raum durcheinander waren, wann immer die Frequenzen wirbelten, ich musste nur auf das Foto schauen und war sofort zentriert, I immediately was centered.“

Der Steinkreis befindet sich auf dem Gelände des Löchlerhofes oberhalb von Brixen in Südtirol, gut drei Stunden Autofahrt von München entfernt. Herta und Ewald Hinteregger danke ich von ganzem Herzen, dass sie mir und der Gruppe ihren Grund zur Verfügung gestellt und uns beim Bewegen der Steine geholfen haben. Und ich danke der Fügung, dass Ewald kurz vor meiner Anfrage von verschiedenen Bergen der Umgebung große Steine angefahren hatte.
Allen Seminarteilnehmern, die mit unglaublicher Liebe mitgearbeitet haben, danke ich an dieser Stelle noch einmal. Wir durften mit diesem Projekt unsere eigene Schöpferkraft sichtbar und erlebbar machen.